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  • Dr. Philip Bußmann

Warren Buffett: „Man sieht erst, wenn die Ebbe kommt, wer die ganze Zeit über ohne Badehose geschwommen ist.“

Investment 4.0 und China Hightech haben den Börsencrash bisher ganz passabel überstanden. Das aktive Crash-Management ist alle paar Jahre mal erforderlich, wenn man ein völlig überraschendes und sehr seltenes Ereignis eines schwarzen Schwans sieht. Jetzt sieht ihn jeder und die letzte Verkaufspanik dürfte in die Endzüge gehen. Ich bin nun wieder offensiver aufgestellt, da ich mittelfristig eine gewaltige Aufwärtsbewegung erwarte. Die ergibt sich nach meiner Einschätzung aus der idiotischen Strategie/Regulierung der meisten Vermögensverwalter. Diese sind bei einer hohen Volatilität dazu gezwungen ihre Risiken zu reduzieren. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als zu Spottpreisen in der Krise zu verkaufen.

Wann genau die Wende kommt, hängt voraussichtlich sehr mit politischen Entscheidungen zusammen. Die bisherigen Maßnahmen verpufften weitestgehend. Für die EZB eröffnet sich meiner Meinung nach die Ideale Gelegenheit das in der Vergangenheit mal angedachte Aktienkaufprogramm zu verkünden, denn bei ihrem Kauf von Staatsanleihen stoßen sie bald an eine kritische Grenze. Sie könnten damit die Aktienkurse stabilsieren und somit die Volatilität verringern, so dass Vermögensverwalter ihre riesigen Cashreserven wieder einsetzen dürften. Wenn sich die Grippepanik im April wieder legen sollte, könnte das Kaufprogramm anschließend langsam reduziert werden. Die letzte Sitzung der EZB lief ziemlich enttäuschend und die nächste offizielle Sitzung findet erst Ende April statt. Es würde aber denke ich schon das Gerücht eines massiven Aktienkaufs ausreichen, damit sich die Kurse stabilisieren. Morgen erwarte ich angesichts der sehr negativen Nachrichtenlage vom Wochenende leider stark fallende Kurse, aber langfristig bin ich nun wieder deutlich optimistischer für Aktien. Eventuell liefern die US-Regierung oder die US-Notenbank diese Woche besser ab. Fast alle US-Finanzmarktexperten fordern eine „Bazooka“ an Maßnahmen.

  • Dr. Philip Bußmann

Investment 4.0 gewinnt 3,6% trotz eines weltweiten schwarzen Montag an den Finanzmärkten! Ich habe letzte Woche davor gewarnt, dass weitere Kursverluste bei Aktien von 10-15% in der aktuellen Situation sehr wahrscheinlich sehr schnell eintreten können und es dauerte tatsächlich nur 4 Tage bis meine Prognose eingetroffen ist. Für Investment 4.0 wurde vorsorglich der Aktienanteil auf 25% heruntergefahren. Ich setzte stattdessen auf Cash, langlaufende US-Staatsanleihen und ETFs, die von einem fallenden DAX (-8,5%), einem fallenden S&P500 (-7%) sowie einem fallenden Ölpreis (-20%) profitierten. Auf Gold (-1,3%) habe ich ganz bewusst verzichtet, da das entgegen seines Rufs in großen Krisen am Finanzmarkt keinen guten Schutz bietet.

  • Dr. Philip Bußmann

Weltweit fielen Aktienkurse letzte Woche unter hohen Umsätzen prozentual zweistellig. Der auf Aktien spezialisierte US-Nachrichtensender Bloomberg berichtet seit den News zum Coronavirus vom vorletzten Wochenende fast nur noch darüber, dass globale Lieferketten wegen der vorübergehenden Werkstillegungen gerade zusammenbrechen, die weltweite Nachfrage sich wegen der Ansteckungsangst und politischen Vorsichtsmaßnahmen ebenfalls deutlich abschwächen und verschieben könnte

und langfristige Folgewirkungen wie Unternehmenspleiten, Kreditausfälle, Arbeitslosigkeit, Zweifel an Italiens Zahlungsfähigkeit und eine Deflationsspirale bestehen. Der Wirtschaftseinbruch könnte heftig ausfallen, wenn andere Länder ähnlich bei der Coronavirus-Bekämpfung vorgehen wie China oder Italien und politisch nicht rechtzeitig massiv mit Konjunkturprogrammen gegengesteuert wird. In den USA hat man bereits eine Notfallzinssenkung von 0,5% beschlossen. Außerplanmäßige Notfallzinssenkungen kommen äußerst selten vor und wurden zuletzt dreimal kurz vor und während der Finanzkrise 2008 eingesetzt, woraufhin jeweils mit etwas Verzögerung stark fallende Kurse folgten. Im aktuellen Umfeld können Aktien schnell weitere 10-15 Prozent verlieren, während eine nachhaltige Trendumkehr zu mehr Mut voraussichtlich viel mehr Zeit benötigt und man bei einer Entspannung der Lage immer noch umsteigen kann.

Angesichts der sehr hohen Gefahr einer Fortsetzung der Panik habe ich für Investment 4.0 die Strategie geändert und setze vorerst verstärkt auf weiter fallende Preise bei spekulativeren Anlagen bis ich Indizien sehe, dass sich der Trend dreht. Für China Hightech habe ich die Risiken ebenfalls etwas reduziert. Zu 2/3 bleibe ich dort in Aktien investiert, da China wahrscheinlich bereits das Schlimmste hinter sich hat, Chinas Politik die Aktien stärker stützt und einige Spielehersteller und Gesundheitsunternehmen von der Krise profitieren dürften. Bei einem weiter fallenden Gesamtmarkt sollte Investment 4.0 etwas steigen und China Hightech höchstens kleine Verluste einbringen.

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©2018 by Dr. Philip Bußmann. Risikoinformation: Hinweis nach WPHG §34b zur Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte: Der Herausgeber (Dr. Philip Bußmann) handelt regelmäßig die hier vorgestellten Wertpapiere und besitzt eventuell Positionen in den genannten Papieren. Bitte beachten: Es handelt sich bei den vorgestellten Wertpapieren niemals um Kauf- und/oder Verkaufsempfehlungen.