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  • Dr. Philip Bußmann

Weltweit fielen Aktienkurse letzte Woche unter hohen Umsätzen prozentual zweistellig. Der auf Aktien spezialisierte US-Nachrichtensender Bloomberg berichtet seit den News zum Coronavirus vom vorletzten Wochenende fast nur noch darüber, dass globale Lieferketten wegen der vorübergehenden Werkstillegungen gerade zusammenbrechen, die weltweite Nachfrage sich wegen der Ansteckungsangst und politischen Vorsichtsmaßnahmen ebenfalls deutlich abschwächen und verschieben könnte

und langfristige Folgewirkungen wie Unternehmenspleiten, Kreditausfälle, Arbeitslosigkeit, Zweifel an Italiens Zahlungsfähigkeit und eine Deflationsspirale bestehen. Der Wirtschaftseinbruch könnte heftig ausfallen, wenn andere Länder ähnlich bei der Coronavirus-Bekämpfung vorgehen wie China oder Italien und politisch nicht rechtzeitig massiv mit Konjunkturprogrammen gegengesteuert wird. In den USA hat man bereits eine Notfallzinssenkung von 0,5% beschlossen. Außerplanmäßige Notfallzinssenkungen kommen äußerst selten vor und wurden zuletzt dreimal kurz vor und während der Finanzkrise 2008 eingesetzt, woraufhin jeweils mit etwas Verzögerung stark fallende Kurse folgten. Im aktuellen Umfeld können Aktien schnell weitere 10-15 Prozent verlieren, während eine nachhaltige Trendumkehr zu mehr Mut voraussichtlich viel mehr Zeit benötigt und man bei einer Entspannung der Lage immer noch umsteigen kann.

Angesichts der sehr hohen Gefahr einer Fortsetzung der Panik habe ich für Investment 4.0 die Strategie geändert und setze vorerst verstärkt auf weiter fallende Preise bei spekulativeren Anlagen bis ich Indizien sehe, dass sich der Trend dreht. Für China Hightech habe ich die Risiken ebenfalls etwas reduziert. Zu 2/3 bleibe ich dort in Aktien investiert, da China wahrscheinlich bereits das Schlimmste hinter sich hat, Chinas Politik die Aktien stärker stützt und einige Spielehersteller und Gesundheitsunternehmen von der Krise profitieren dürften. Bei einem weiter fallenden Gesamtmarkt sollte Investment 4.0 etwas steigen und China Hightech höchstens kleine Verluste einbringen.

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  • Dr. Philip Bußmann


Die gestiegenen Sorgen zur weltweiten Übertragung des Coronavirus ließen nahezu alle Aktien seit mehreren Tagen fallen und verstärkten sich insbesondere übers Wochenende. In nur 5 Tagen verloren alle großen Aktienindizes 10% oder mehr an Wert. Vergleichsweise gut hielt sich China Hightech mit einem maximalen Kursrückgang von 7,5%. Investment 4.0 lief trotz eines Minus von 10% in der Spitze immerhin etwas besser als DAX, MSCI World, Nasdaq und Co. Die Übertreibungen zeigen sich insbesondere beim DAX, bei dem man auf dem aktuellen Niveau in den letzten 5 Jahre einschließlich Dividenden lediglich 2,5% gewonnen hätte. Charttechnisch dürfte der Höchststand beim DAX von 2015 (12374 Punkte) unterstützend wirken. Am Montag habe ich die Goldabsicherungen deutlich zugunsten von Aktien reduziert, da es sich bei dem Coronavirus sehr wahrscheinlich nur um ein kurzfristiges Problem für die Wirtschaft handelt. Als Investor mit langfristigem Zeithorizont sind vorübergehende Unsicherheiten ideale Möglichkeiten Aktien zu günstigen Preisen zu bekommen. Der Mut jetzt höhere Risiken einzugehen sollte sich früher oder später auszahlen.

Vielen Dank an alle Anleger für das Vertrauen! Mittlerweile haben China Hightech und Investment 4.0 in der Summe die Millionenmarke geknackt.

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Allein seit Jahresbeginn brachten Investment 4.0 (+10,8%) und China Hightech (+10,2%) mehr ein als der deutsche Aktienindex in den letzten 2,5 Jahren. Das ist umso erstaunlicher, da die Visionen der Industrie 4.0 aus Deutschland stammen. Dennoch sind die großen deutschen Unternehmen keine Vorreiter bei der zunehmenden Digitalisierung. Es fehlt an gemeinsamen europäischen Projekten im Konkurrenzkampf gegen die Riesen Amazon, Alibaba, Microsoft, Google und Co.


Gepusht werden sämtliche Kurse natürlich weiterhin von der Geldpolitik. Selbst das Coronavirus und ein absehbar schwaches Quartal in China mindern die Investitionslust der Anleger kaum. Im Gegenteil befeuert das nach einer kurzen Phase der Angst geradezu die Kurse, da China ein Maßnahmenpaket im Wert von über 100 Mrd. € durchführt und die EZB sowie die  U.S.-Notenbank ebenfalls weiter Assets kaufen als gäbe es kein Morgen.

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